•  

  •  

  •  

  •  

Herzlich willkommen im Gmünder Weltladen

Wir freuen uns über Ihr Interesse. Auf den folgenden Seiten wollen wir Sie darüber informieren,

  • was Sie im Gmünder Weltladen kaufen können, woher unsere Waren kommen und wie die Menschen leben, die sie herstellen (Sortiment),
  • von welchen Handelspartnern wir unsere Waren beziehen (Laden/Handelspartner),
  • wer wir sind, wie wir unsere Arbeit verstehen und wie wir arbeiten (Laden, Wir über uns),
  • wie Sie mit uns Kontakt aufnehmen können.

Wir hoffen, dass wir Ihre Fragen beantworten können und Sie bald persönlich
im Gmünder Weltladen begrüßen dürfen.

Armutsbekämpfung

Armutsbekämpfung muss in den Köpfen beginnen

Ausstellung im Gmünder Rathaus zum Thema „Farbe bekennen – gegen globale Armut“ – Führungen können gebucht werden.

Schwäbisch Gmünd. Eine alte Singernähmaschine erwartet seit Dienstag die Besucher im Rathaus. Daneben eine Jeanshose, ein T-Shirt. Die rote Farbe auf den Textilien symbolisiert, wie die Kleidungsstücke in Dritte-Welt-Länder hergestellt werden. Nämlich nicht selten von Frauen, die noch halbe Kinder sind. Die keinen Anspruch auf Mindestlohn haben, die trotz langer Arbeitsstunden Hunger leiden. Ein Bild, das den Besucher im Rathaus zum Nachdenken anregen will. Zum Innehalten und vielleicht auch zum Stolpern.

So formuliert es Gmünds Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, als er die Ausstellung eröffnet. Konzipiert von Design-Studenten, wandern die Plakate der Ausstellung von Stadt zu Stadt. Dass die Ausstellung „Farbe bekennen – gegen globale Armut“ nun auch in der Stauferstadt Station macht, hat der Arbeitskreis „Eine Welt“ angeregt. Die Nähmaschine, die rot verschmierten Kleidungsstücke steuerte Sprecherin Cordula Reichert bei. Denn der Arbeitskreis will aufrütteln und zum Umdenken aufrufen. Der Bürgermeister ermuntert, weiterhin nicht aufzuhören, „die Menschen zum Anhalten und Stolpern“ zu „zwingen“. Zu animieren, über ihr Kaufverhalten nachzudenken. Bläse beobachtet, dass bereits Jugendliche die Kleidung nicht mehr wertschätzen. „Nach einem Jahr wird sie weggeworfen mit dem Argument, dass sie ja kaum was koste“.

 Beim Rundgang zeigen die Plakate, die in allen Stockwerken die Wände des Rathauses bis Ende Januar zieren, dass Armut nicht nur ein Thema von Kindern in Afrika oder etwa Bangladesch ist. Cordula Reichert erinnert, dass der Wunschbaum im Rathaus zur Weihnachtszeit zeige, dass es auch hier Armut gebe. Dabei blickt sie zum Baum, der noch steht. Alle Wünsche konnten erfüllt werden, er zeigt sich nun ohne Wunschzettel.

 Lehrreich ist die Ausstellung allemal. Sie zeigt auf, dass 22,7 Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut leben. Oder, dass das reichste Fünftel der Weltbevölkerung 16 Mal so viel Nahrung verbraucht wie das ärmste Fünftel. Ein Plakat macht deutlich, dass oft diejenigen, die Kakaobohnen für die bei uns so beliebte Schokolade anbauen, selbst keine Schokolade essen können. Grund: Sie ist für sie unbezahlbar.

 Der Bürgermeister prangert an, dass es in südamerikanischen Städten zwar sportliche Großereignisse gibt, aber auch Slums, in denen Kinder keine Chance haben. Dass alle sechs Sekunden ein Kind auf der Welt an Unterernährung stirbt, dürfe nicht vergessen werden.